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Linux-Notebooks scheitern im Test

Inzwischen gibt es immer mehr PC-Nutzer, die sich für Linux und gegen Windows als Betriebssystem entscheiden. Dies betrifft auch mobile Rechner, auch hier wollen die Nutzer nicht auf Linux als offenes Betriebssystem verzichten. Das Computermagazin c’t hat jetzt in einem Test festgestellt, das Notebooks mit vorinstalliertem Linux nicht das halten, was sie versprechen. Der Auslieferungszustand ist durch die Bank unbefriedigend.

Die Annahme, dass Notebooks mit vorinstalliertem Linux keine Kompatibilitätsprobleme zeigen, sei ein Trugschluss. So stellte sich im Test heraus, das beispielsweise das von Acer verwendete Linpus Linux voller Macken, veraltet und noch dazu überaus exotisch ist.

Kaum ein Modell kann überzeugen
Bei den Ixsoft und Linux Discount Notebooks von Asus war es nicht viel besser. Die getesteten Modelle zeigten bei Vorinstallationen zahlreiche Macken, die selbst von Linux-Experten nicht so einfach zu lösen sind. Auch die beworbenen Akkulaufzeiten können bei Weitem nicht erreicht werden.

Besser, aber trotzdem nicht überzeugend schnitten das Dell Inspiron 15R und das Tuxedo Two ab. Nur auf dem getesteten HP-Notebook läuft Linux wirklich rund. Allerdings ist das dort verwendete Suse Linux Enterprise für Privatanwender weniger geeignet und dazu mit versteckten Kosten verbunden.

Die Alternative?
Als Alternative zu einem Notebook mit reinem Linux Betriebssystem empfiehlt sich eher ein Windows-Gerät, auf dem man nachträglich Linux installiert. c’t-Redakteur Thorsten Leemhuis rät daher: „Am besten man kauft ein Gerät, das laut Erfahrungsberichten anderer Linux-Anwender gut mit Linux zusammenarbeitet.“ Dies erfordert für den Anwender aber wesentlich mehr Recherche- und Zeitaufwand. Im Internet lassen sich über Suchmaschinen und Portale wie „Linux on Laptops“ oder „TuxMobil“ Erfahrungsberichte von anderen Nutzern einsehen.

Recherche im Internet
Ein Garant auf ein zu hundert Prozent Linux-kompatibles Notebook sei dieser Weg aber nicht, räumt der c’t-Experte ein, da die Erfahrungsberichte manchmal ungenau, unvollständig oder stark distributionsspezifisch sind. Wer ein Linux Notebook kaufen möchten, für den empfiehlt sich das Gerät über den Versandhandel zu bestellen und sofort nach dem Eintreffen gründlich auf Linux-Kompatibilität prüfen. Treten Problem auf, kann man das Notebook dank Fernabsatzgesetz zurückschicken und
einen neuen Anlauf wagen.

Quelle: c’t Ausgabe 20/2010